Fotosearch_k63104284Das Jahr 2019 liegt vor uns. 365 noch unbeschriebene Seiten, so viele Tage voller Möglichkeiten und Chancen. Das Alte ist bald unwiderruflich vorbei, das Neue noch nicht geschaffen. In solchen Übergangszeiten suchen oft Ereignisse, von denen wir dachten, sie hinter uns gelassen zu haben, plötzlich noch einmal Raum. In Zwischenzeiten fühlen wir uns oft dünnhäutig, unsicher und Emotionen kommen hoch. Die Zeit der Rauhnächte, der heiligen Nächte zwischen Weihnachten und dem Königstag bietet sich an, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und auf das kommende Jahr zu blicken. Es kann sehr befreiend und stärkend sein, Übergangszeiten bewusst mit Ritualen zu gestalten, um loslassen zu können und Mut und Energie zu tanken, damit Neues angepackt werden kann.

Für mich persönlich ist die Altjahrswoche wie auch die Neujahrswoche eine wichtige Zeit der Ruhe und Besinnung – eine Übergangszeit zwischen dem bewussten Zurücklassen des alten Jahres und dem Eintreten ins neue Jahr. Ich blicke zurück auf Augenblicke, die sich besonders eingeprägt haben, glückliche wie traurige, unbeschwert fröhliche wie belastende und frage mich, welche Wünsche und Träume sich erfüllt haben, ob ich meinen Aufgaben gerecht wurde, ob ich mich den (richtigen) Herausforderungen gestellt habe. Erkenne und lebe ich meinen ganz persönlichen Lebenssinn? Ich entscheide, das was mir gut tut weiter zu tragen und loszulassen was schmerzt, drückt und lastet. Gleichzeitig schaue ich voraus, bin neugierig und freue mich, das Neue anzugehen und entstehen zu lassen, bin offen für neue Projekte, setze mir Ziele und plane Momente des Ausgleichs…

Der Neujahrsmorgen, bietet die wunderbare Möglichkeit eines Neuanfangs. Es ist unbedeutend, wie gross oder klein dieser ist. Wir sind frei und haben die Möglichkeit ihn genau nach unserer Vorstellung zu gestalten. So wie wir jeden Morgen, jederzeit die Möglichkeit haben, bewusst zu entscheiden, in welche Richtung wir gehen wollen.

Zum Nachdenken:

  • Was waren persönliche Glücksmomente im vergangenen Jahr?
  • Welche stärkenden Erinnerungen tragen Sie weiter?
  • Welche belastenden Erlebnisse, Muster, Glaubenssätze wollen Sie loslassen?
  • Welche Ängste hindern Sie, um dem Zauber des Anfangs zu vertrauen?
  • Welche Ziele setzen Sie sich für 2019?

Zum Jahreswechsel ist es üblich, sich „einen guten Rutsch“ zu wünschen. Dieser Wunsch geht zurück auf den jiddischen Begriff „Rosch“, was Anfang oder auch Kopf bedeutet. In der hebräischen Sprache wird der Jahresbeginn „Rosch ha Schana“ also Kopf des Jahres genannt. So wünschte man sich zum Neujahr „A gut Rosch“, einen guten Anfang. Später wurde das Wort Rosch durch das deutsche Wort Rutsch, von rutschen überlagert und der eigentliche Sinn ging vergessen. Ein anderer Erklärungsansatz ergibt sich durch die schon in älteren Wörterbüchern zu findende übertragene Bedeutung des Verbs „rutschen“ als „reisen“ und der Substantive „die Rutsche“ und „der Rutsch“ für „das Reisen“ oder „eine Fahrt“.

In dem Sinne wünsche ich einen guten „(Neu-) Anfang“ im 2019, eine gute „Weiterreise“ auf dem persönlichen Lebensweg mit vielen Augenblicken zum achtsamen Innehalten, ruhen, sich freuen, geniessen und ganz vielen persönlichen Glücksmomenten. Mögen Vertrauen und Mut treue Begleiter sein für den Zauber jeden Anfangs.

Und plötzlich weißt du:

Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen

Und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

(Meister Eckhart)

 

Einen guten Rutsch ins neue Jahr

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